Mitte/Ende März wurde ich relativ kurzfristig auf eine Dienstreise nach Nordkalifornien geschickt. Ich kannte die Gegend schon von früheren Reisen (inzwischen ca 15 Jahre her...wow...) und wusste bereits welche wahnsinnige Qualität die Wellen dort haben können. Mein Onkel lebt aktuell auch noch in der Bay Area, also bot es sich an, ein paar Tage surfen mit dran zu hängen.
 
Einziger Wermutstropfen...ich hatte eigentlich zur gleichen Zeit einen Kurztrip nach Portugal zusammen mit Hansi geplant, den ich leider canceln musste... Sorry Buddy... ich hoffe Du hattest auch geile Wellen…aber ich muss leider zugeben, dass ich es nicht wirklich bereue, dafür war der kalifornische Surf einfach wieder viel zu gut...
 
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So ging es Mitte März los. Insgesamt hatte ich zunächst eine Woche frei und danach eine Woche Meetings. Mein Brett wurde von SAS Airlines leider nicht akzeptiert, da der Zubringer-Flug nach Kopenhagen zu mickerig war, so musste ich mir vor Ort ein Brett leihen.
Falls ihr mal in der Gegend um San Francisco seid und auch ein Brett braucht, ich kann https://www.v18rentals.com/ empfehlen, der “Rusty Smoothie” ist ein super Board und fast günstiger zu haben als der Flugzeug-Transport!
 
Der Rest der Woche ist simpel zu erzählen. Keinerlei Verpflichtungen und Termine, somit war die Devise klar: So viel Surf wie möglich!!! Entspannung pur für die Seele, hartes Programm für den untrainierten Körper, bei ca 5-6 Stunden Surf am Tag im kalten Pazifik
 
Der typische Tag sah nun so aus:
 
  • Morgens gegen 7 aufstehen, kurzes Frühstück
  • Ca 45min über den Highway nach Santa Cruz fahren (zum Glück entgegen dem Berufsverkehr)
  • 1. Session bis die Arme abfallen
  • Was zum Mittagessen suchen, z.B. einen leckeren Burrito im Point Café
  • Am Strand oder im Auto chillen bis die Kräfte zurückkehren
  • 2. Session bis die Arme abfallen
  • Zurück fahren
  • Kurzes Abendessen - Von meinem Onkel die neuesten Skandale von Herrn Trump erfahren
  • Schlafen
  • Wiederholung am nächsten Tag

Oder kurz gefasst: Eat-Sleep-Surf

Montag - kleiner Warmup-Swell am Point
 
 
Dienstag -Session an einem netten Beachbreak mit nur einer Handvoll entspannter Locals
 
Mittwoch - Layday wg. Regen und falschem Wind
 
Donnerstag - OMG - Es pumpt!!! Beste Wellen seit...kann ich mich nicht erinnern...
 
Freitag - Vormittags ordentlich, Nachmittags Wind+Regen, dann halt doch mal kurz Sightseeing...
 
Samstag - Solider Swell, Contest am Point, dementsprechend viel los an den Peaks weiter down the line.
Abends wieder richtig gut
 
Sonntag - Guter Abschluss, natürlich viel los, weil Sonntag.
Ich versuche mich langsam von Surf-Zombie zu Meeting-fähig zu wandeln, deswegen nur eine Session am Sonntag.
 
Eine rundum gelungene Surf-Woche liegt hinter mir die mir noch lange gut in Erinnerung bleiben wird, ich hoffe dass die Geschäftsbeziehungen meiner Firma nach Kalifornien noch lange anhalten und hätte nichts gegen das ein- oder andere Folge-Meeting einzuwenden :-)