Ostsee, 16.10.10, der Blog

Lange her das ich mal einen Blog geschrieben habe, aber sag niemals nie und frisch ans Werk.

Ich erinnere mich noch gut, ein Jahr ist es jetzt her, da war ich mit den Anderen Syndikatsmitgliedern
in Portugal. Herrlich fast 30 C am Strand, Wellen und einfach ein Traum.
Monate später im hier und jetzt. Die graue Wirklichkeit des Norddeutschen Herbstes in Perfektion.

Aber von Vorne. Die Vorhersage für den besagten Samstag den 16. Oktober sahen im Gegensatz
zu den Tagen vorher sehr vielversprechend aus. Netter Wind aus NordOst der ein paar ordentliche
Wellenbewegungen in die Lübecker Bucht drücken sollte und dazu noch etwas Sonne die durch
die Wolkenlücken blicken könnte, was will man mehr? Wärmere Temperaturen, aber man kann nicht
alles haben.

Die Vorhersage hielt und ich machte mich Samstag gleich nach dem meine Frau ihr Geschäft
geschlossen hatte auf den Weg zum Spot meiner Wahl.

1. Runde, Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Auf dem Parker angekommen, entschied ich mich spontan für den Fish. Kurze steile Wellen, die
mag er. Auf ins Wasser und nach kurzer Zeit festgestellt, verdammt, das war eindeutig die falsche
Wahl. Etwas breiter und länger wäre für mich besser gewesen.
Insgesamt sah die Realität doch anders aus als mein Wunsch von schönen Ostseewellen.

Ok, die Größe war schon nicht schlecht, aber es war im Allgemeinen "der Schwabbel des Grauens,
Teil was weiß ich". So hielt es mich nicht wirklich lange mit dem Board im Wasser und ich beschloss
meine Fotoausrüstung zu wässern.

Ach ja, was war eigendlich mit Sonnenschein, nun, ich kam in einem fetten Hagelschauer an, dann
glodener Oktober und als ich mit meinem Gehäuse und Fotoapparat ins Wasser hüpfte hatte mich
der trübe Herbst wieder, klasse. Aber zumindestens von oben blieb es trocken.

2. Runde, "Wechseln Sie den Akku"
Na dann, Helm auf, Gehäuse geschnappt und ab ins Wasser. Ein paar Jungs gingen doch ganz gut
ab und versuchten im Ostseechaos etwas rauszuholen.

Dann auf einmal, es wäre das PIC OF THE DAY , aber ein kurzer Blick auf das Display ließ mich
erschrecken...."Wechseln Sie den Akku"...aaaarrrrrgggghhhhh, neeeeeiiiiiiin. Aber es nutzte ja nix,
also raus und den Akku gewechselt.
Nur mal so nebenbei, man parkt ja nicht gleich am Strand.

3. Runde, Endrunde.
Der Akku war gewechselt, die Kamera wieder im Gehäuse verstaut, ging es in die letzte Runde des
WeißwasseraufdenKoppgekloppe.
Genau wie der Surf, war die Arbeit im Wasser liegend und schwimment alles andere als eine wahre
Freude. Das Weißwasser rollte ohne Gnade und die Strömung tat ihr übriges. Einmal hätte es mich fast
an einen der Pfeiler der Seebrücke gespühlt...fast aua.

Ich hatte es dennoch geschaft das ein oder andere Foto zu machen und auch Jens hat ein paar Fotos
von der Seebrücke aus gemacht. Den jedesmal wieder staunenden Zuschauern wurde auf jedenfall
mal wieder gezeigt, man kann in der Ostsee wellenreiten.

Nach wiedermal gut 3 Stunden im Wasser bin ich dann raus und merke dann erst, verdammt es wird kälter
und hoffe das der kommende Winter nicht wieder so lang wird, oder zumindest etwas angenehmer wird als
der letzte.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächste session...
See you in the Water.

Hier noch ein paar Fotos.
http://nordsurf-syndikat.de/gallery/v/Featured/Nordsurf/2010/catwalk/