Date: 29.06 - 01.07

Spots: Däne Westküste

Rating: ********

 

"Night Riders" Freitag 29.06.07

Die Woche lief wie geplant. Ich hatte gut vorgearbeitet, um das Wochenende für den Trip freizuschaufeln. Die Vorhersage stellte sich am Freitag als solide heraus. Um 15.00 Uhr startete ich den Motor und machte mich auf den Weg in mein geliebtes Nachbarland. Durch Hamburg kam ich ralativ gut mit einigen Stop-and-Go's vor und nach dem Elbtunnel gut durch. Plötzlich klingelte mein Handy. Tim war am anderen Ende der Leitung. Eigentlich wollte er ja in Wilhelmshafen sein, die Wellenprognose und seine man lebt nur einmal Einstellung, brachten ihn dazu, dass er es sich anders überlegt hatte. Auf meine Frage, wo er denn sei, antwortete er: "Börni, schon am Spot!!! Wo bist du denn?" Ich antwortete, dass ich gerade erst losgefahren bin. Dachte aber bei mir selbst: " Shit, der Sgt. ist schon vor Ort und ich muss mir noch die ganze Anfahrt geben. Arrrgh!" In Däne angekommen regnete es die ganze Zeit wie aus Eimern. Trotzdem kam ich mit zügiger Fahrweise schnell voran. Alles Spots denen ich auf meinem Weg entgegenkam wurden gecheckt. Wellen liefen überall in ausreichender Größe, wenn auch der Südwestwind sie ziemlich zerbließ.

Um 20.00 Uhr bin ich am Spot, der hoffentlich sauberer laufen sollte, angekommen. Tims Van stand einsam und verlassen auf dem Parkplatz. Und da saß er auch, bei chilliger Retro Mucke, mit offener Schiebetür auf seinem Chefsessel. Nach kurzer Begrüßung, wollte ich unbedingt gleich in die Wellen. Tims Kumpel Christian sollte aber auch in den nächsten Minuten eintreffen. So warteten wir erstmal ab. Das Handy klingelte. Christian alias "Jabba" am Rohr. Er teilte uns mit, dass er nur noch 3 Kilometer vor sich hatte. So wollten wir auf den Jungen warten. ... ... ... 20 Minuten später und immer noch kein "Jabba" in Sicht. Hatte sein Bus auf den letzten Kilometern schlapp gemacht und war er jetzt zu Fuß unterwegs. Hmmm... Egal... Keine Zeit mehr verschwenden! Ab ins Wasser.

Die Wellen sahen ordentlich aus. Als ich das letzte Mal hier war und sich mir so ein Anblick bot, konnte man im Nachhinein sogar von ziemlich soliden Wellen sprechen. Der übliche Paddle out folgte. Im Line-Up war ich schon auf die Rechten mit wenig Schulter und auf die schnellen Linken, die in der Nordmole endeten gefasst. Taktik war die Welle erst ein wenig nach Links abzusurfen und dann nen Cutback zu machen um auf die Rechte umzusatteln. Gesagt getan. Das lief dann auch ziemlich gut und ermöglichte schöne abwechslungreiche Ritte bis an den Shorebreak.

Und wer war endlich angekommen und lugte über die Düne? Jepp, Christian hatte die paar Kilometer wirklich noch geschafft und war dafür jetzt um so schneller umgezogen und saß nur wenige Minuten später bei Timmens und mir im Line-Up. Er verschrieb sich überwiegend den Linkswellen und scorte gut. Tim und ich schlossen uns den Kreisverkehr an. Bei einigen Late-Take-Offs von mir, hab ich mich gewundert, wie ich sie gestanden habe. Auf die Mütze gab es nur einmal, als ich zu tief links saß und mich ein ordentlicher "Boomer-Set" erwischte, durchrüttelte und in die falsche Richtung mitschleifte. Zwischendurch hagelten mehrere Regenschauer auf uns herab. Die Sonne untergehen zu sehen, welche die Wolken von hinten anschien und ebenso die weiße Gischt, die vor tiefblaugrauen Hintergrund gegen die Molen ditschte, war ein wunderschöner fast kitschiger Anblick.

Irgendwann wurde es dann so dunkel, dass der Sgt. meinte er könne ohne Nachtsichtgerät nicht mehr weitersurfen. So verließ Tim nach einer letzten Welle das Wasser und stiefelte zum Van.

"Jabba" und ich unterhielten uns über die Vorteile eines Nachtsichtsgerätes und surften noch einige Wellen, bis auch wir gegen 0:30 Uhr die Sesh beendeten. Tim erwartete uns schon am Strand und hatte seine Freude uns zuzuschauen, wie wir den Shorebreak überwinden mussten. Heil zurück auf dem Parkplatz schlossen wir den Abend (äh, Morgen) bei einem gemütlichen Pils ab. Ach nee, "Jabba" hat musste ja noch an die Arbeit und fing in diesen frühen Morgenstunden an, sehr ausgebreitet ein Pilsgulasch zu kochen.

Ich war K.O. und schmiss mich ins Bett! Freute ich aber auf den nächsten Morgen, der viel Welle und extrem gute Konstellationen ein Stück weiter nördlich versprach. Mit Ausschlafen am Samstag wurde es deswegen nichts.

To e continued....

k-P1010015